Fotoguide für deinen perfekten Papp-Doppelgänger

Im folgenden Teil findest Vorschläge wie du dein Foto so schießt, dass wir daraus ein möglichst lebensechtes und authentisches Double dieser Person daraus erstellen können.

Die Informationen richten sich in erster Linie an Besucher, die sich kaum oder gar nicht mit dem Thema Fotografie oder Bildgestaltung beschäftigen. Aber auch als Profi wäre es eventuell sinnig, wenn du dir das mal eben anschaust.

Bildaufbau

Kamerawinkel

Es kommt leider immer wieder vor, dass der zwei Meter große Vater seine 120 cm große, achtjährige Tochter von oben mit einem Weitwinkel-Objektiv fotografiert und sich dann davon eine Pappfigur wünscht. Das solltest du vermeiden. Für ein natürliches Bild sollte sich die Kamera genau am Mittelpunkt der fotografierten Person befinden.

Foto wurde von oben geschossen: Verzerrtes Bild, wirkt unnatürlich – solltest du vermeiden
Foto wurde von zu weit unten geschossen: Wirkt ebenfalls unnatürlich. So sieht dich höchstens deine Katze
Foto wurde aus der Mitte der Person geschossen: Die Figur wirkt am natürlichsten

Kamera-Bildfläche voll ausnutzen

Wenn möglich immer den Großteil der Bildfläche mit der abzubildenden Person ausnutzen. Hiermit kannst du die spätere Bildqualität deiner Figur deutlich verbessern. In der Regel ist es am sinnvollsten, immer im Hochformat zu fotografieren.

Frau nimmt nur einen kleinen Teil der Bildfläche ein
Die Person (B) nimmt nur einen kleinen Teil der möglichen Bildfläche (A) ein. Hier sind über 50% der möglichen Pixel verschenkt – die Figur lässt sich nicht mehr so gut auf Lebensgröße hochskalieren
Frau deckt das komplette Motiv aus - so is gut
Hier deckt die Person (B) fast die komplette Bildfläche (A) aus. Die Skalierbarkeit ist am besten

Wie überpüfe ich, ob mein Motiv geeignet ist?

Am besten lässt sich die Bildqualität beurteilen, indem man in das Motiv hineinzoomt – z.B. in das Gesicht – bis der Ausschnitt in etwa Lebensgroß dargestellt wird.
An einem großen Monitor lässt sich das am besten beurteilen.


Faustregel: Was am Bildschirm in Lebensgröße gut aussieht, wird höchstwahrscheinlich auch gedruckt in Lebensgröße gut aussehen.


Der Zoom ins Motiv zeigt dessen Unschärfe. Das Motiv ist ungeeignet
Zoom ins Bild: Sieht auch von nahmen gestochen scharf aus

Allgemeine Vorschläge

Tiefenschärfe vermeiden

Wenn du eine möglichst lebensechte Figur möchtest, solltest du auf Tiefenschärfe komplett verzichten. Es wirkt meistens etwas surreal. Höchstens für Kunstprojekte geeignet.


Licht: Viel hilft viel

Um das Maximum aus eurer Kamera (auch dem Smartphone) heraus zu holen, solltest du die Fotos immer an einem gut ausgeleuchteten Ort erstellen. Wenn du kein Fotostudio zur Hand hast, dann geh einfach nach draußen. Dort ist zu beachten, dass du nicht gegen die Sonne fotografierst (Gegenlicht) ebenfalls solltest du starke Sonneneinstrahlung vermeiden (Seitenlicht), am besten bei leicht bewölktem Himmel fotografieren, das Gesicht sollte in Richtung der Sonne zeigen um stärkere Schatten im Gesicht zu vermeiden.

Faustregel: Je mehr Licht, desto weniger Bildrauschen und weniger Bewegungsunschärfe.


Abgespreizte Finger vermeiden

Deine Finger sind i.d.R ca. 12-16 mm breit. Durch die technisch benötigte, umlaufende Beschnittzugabe von 2 mm bleiben bei abgespreizten Fingern nach dem Konturschneiden nur noch ca. 8-12 mm übrig. Wenn sich der Finger noch in einer Perspektive befindet, wird der Finger eventuell noch dünner.
Eure Finger

Nach dem Konturschneiden bleibt eventuell nicht mehr viel vom Daumen übrig. Die Bruchgefahr ist ebenfalls sehr hoch
Daumen innerhalb der Figur. So ist der Daumen geschützt

Abgespreizte Arme und Beine vermeiden

Um kosten zu sparen solltest du Größere Arm- und Beinbewegungen vermeiden. Im Zweifel kannst du aber auch einfach ein paar Fotos mit verschiedenen Körperhaltungen erstellen. Wir prüfen dann was auf welches Format passt – dafür einfach eine Anfrage stellen und die Bilder mitsenden (am besten in einer Zip-Datei)

Die gespreizten Beine der Personen lässt die Motivbreite auf 164 cm ansteigen. Die Figur kann so nur noch als XXL-Figur gefertigt werden.
Alle Extremitäten sind einigermaßen beieinander. Beide Personen passen gemeinsam auf den “Pappaufsteller Klassisch”

Fotos mit dem Smartphone

Prinzipiell sind Smartphone-Fotos für dein Doppelgänger-Motiv geeignet. Allerdings ist das spätere Ergebnis i.d.R. schlechter als bei einer DSLR-Kamera.
Ein leider relativ typisches Ergebnis der Smartphone Kameras ist ein etwas “schuppig” wirkendes Erscheinungsbild, Details fransen leicht aus.

Hier bietet es sich auf jeden Fall an, eine gute DSLR-Kamera bei einem Freund oder Bekannten zu leihen. Ergänzend sollte man auch noch erwähnen dass ein modernes Smartphone unter Umständen deutlich bessere Fotos schießen kann als ein älteres DSLR-Modell.

Falls du dich für eine Smartphone-Kamera entscheidest, solltest du schauen dass deine Handykamera mindestens 8 Megapixel besitzt. Ein Vorteil ist außerdem, dass du immer direkt nach dem schießen des Fotos die Bildqualität (Schärfe und Körnung bzw. Bildrauschen) überprüfen kannst, indem du in das Bild hineinzommst bis der Ausschnitt annähernd lebensgroß auf deinem Display dargestellt wird.

Smartphone Foto wurde im halb dunklen Raum geschossen. Die Bildqualität leidet stark
Smartphone Foto wurde im Freien aufgenommen (leicht bewölkter Himmel)


Fotos mit DSLR- und Kompaktkameras

DSLR-Kameras ergeben i.d.R. das beste Ergebnis, dicht gefolgt von modernen Kompaktkameras.

Mit hochwertiger DSLR-Kamera erstellt, leider in Dunkeln aufgenommen -> Bildrauschen
Typisches DSLR-Foto mit guter Ausleuchtung: Gleichmäßiges Erscheinungsbild. So soll´s sein
DSLR-Foto mit starkem Licht von hinten (Gegenlicht). Da bringt auch die teure Kamera nichts

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